Das zweite Segelschiff

ch_zbokuNach dem Erfolg der Internationalen „Schule unter Segeln“ wurde 1989 eine Stiftung mit dem gleichen Namen gegründet. Mit der Unterstützung durch private Spenden konnte die Stiftung innerhalb von drei Jahren ein Segelschiff für 50 Personen bauen lassen. Die zweimastige, 55,5 Meter lange Brigg mit 1200 Quadratmeter Segelfläche hat den Namen Fryderyk Chopin („Frédéric Chopin“) bekommen. Der Designer war wieder, gleich wie im Falle Pogorias, mein Freund Zygmunt Choreń.

Auf der Jungfernfahrt fuhr die Fryderyk Chopin unter meinem Kommando, allerdings mit einer schottischen Mannschaft. In dem Transatlantikrennen, das zu Ehren des 500. Jahrestages von Columbus’ Entdeckung Amerikas veranstaltet wurde, belegten wir den dritten Platz. Auf der Rückfahrt leitete Ziemowit Barański das Schiff – in der Gesamtwertung ersegelten wir den fünften Platz.

In den nächsten Jahren flog ich buchstäblich den Atlantik hin und her, damit das Segelschiff Fryderyk Chopin seinen Unterhalt verdienen konnte. Die Rückzahlung der Kredite war aber deutlich schwieriger. Die Bank wurde ungeduldig und beschlagnahmte das Schiff. Die Stiftung verlor daher ihre Daseinsberechtigung. Bald wurde aber die Fryderyk Chopin von der Europäischen Hochschule für Recht und Verwaltung, deren 17Mitarbeiter ich damals war, gekauft.

Im Jahre 2009 reaktivierte ich die Stiftung und im darauffolgenden Jahr ging die nächste „Schule unter Segeln“ mit der Fryderyk Chopin auf das Meer. Das Kommando übernahm Ziemowit Barański. An der Grenze zum Ozean brach eine große Welle den Bugspriet, der wahrscheinlich schon früher unter einem anderen Kapitän beschädigt wurde. Als Folge brachen auch die beiden Masten und das Schiff musste in eine englische Werft abgeschleppt werden.

Die technischen und finanziellen Komplikationen hatten zur Folge, dass der bisherige Schiffseigentümer die Fryderyk Chopin an die Firma 3Oceans verkaufte. Die Stiftung konnte aber ein weiteres Semester auf See aushandeln – für die gleiche Jugendmannschaft, um die unterbrochene Reise abzuschließen.

Bei dem Bau der Fryderyk Chopin ist es mir gelungen, die Erfahrung von der Pogoria in das Projekt zu integrieren und viele Verbesserungen vorzunehmen: eine größere Schulklasse, eine Klimaanlage, eine volle Rahtakelung, ein höherer Standard der Inneneinrichtung.

Z naszej galerii

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