“Lady B.”

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Am Wendepunkt zweier Jahrhunderte, in den Jahren 1999 bis 2000, segelte ich noch einmal alleine um die Welt. Diesmal auf der Lady B., einer relativ großen, 16,5 Meter langen Jacht. Sie war eine Rennjacht, vorgesehen für eine Mannschaft von 12 Personen. Der ältere Herr, der diese Jacht jetzt alleine bedienen sollte, fragte sich nicht einmal: Wozu denn das Ganze?

Die echte Lady B. erlaubte es mir, elf Monate außer Haus zu verbringen. Und so habe ich die Passatroute über den Atlantik, den Panamakanal, den Südpazifik, den Indischen Ozean, das Rote Meer und das Mittelmeer abgeklappert. Die Hurrikans, die üblicherweise auf dem Südatlantik rasen, habe ich mit Erfolg meiden können.

Die Passatroute bereitet einem meistens keine großen Schwierigkeiten – wenn man die Weltumsegelung auf zwei Jahre plant. Meine Reise wollte ich aus vielen Gründen kürzer gestalten, die Folge war aber, dass ich auf dem Pazifik zum schlechtesten Zeitpunkt landete – im stürmischen Frühjahr.

Dank einer guten Orientierung durch die Durchsagen des Funkdienstes (die verdanke ich Robert Krasowski – KB2PNM) vermied ich eine direkte Begegnung mit dem Orkan. Ich segelte zwischen zwei sich parallel bewegenden Hurrikans und erlebte nur einen mäßigen Sturm.chris-i-lady

Bisher bin ich der einzige Pole, der die Welt zweimal umsegelt hat und ich bin sehr stolz darauf. In Wirklichkeit begab ich mich nicht auf die Reise, um Rekorde zu brechen – ich mag es einfach zu segeln. Das literarische Ergebnis der zweiten Weltumrundung ist das Buch „Drugi raz dookoła świata” („Zum zweiten Mal um die Welt“).

Die Vereinigung „Küstenbrüderschaft” (Brotherhood of the Coast) schenkte mir für mein Lebenswerk (50 Jahre unter Segeln!) eine Axt, die man „Ruhm des Meeres“ nennt. Diesen Preis schätze ich mehr als alle „Seereise des Jahres“-Auszeichnungen, die so oft nach unklaren Kriterien verteilt werden

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