Kapitän Koch

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   Kochen mochte ich eigentlich nie, und schon gar nicht auf Jachten, wo die Küche mit dem Wellengang hüpft. In dem engen Raum stinkt es und Salzwasser tropft einem auf den Kopf. Ich habe ziemlich früh verstanden, dass die einzige Person an Bord, die nicht kochen muss, nach polnischer Tradition der KAPITÄN ist.

Aus diesem Grund bin ich schon in jungen Jahren Jachtkapitän geworden. Ironischerweise habe ich meine erste große Schiffsreise rund um Südamerika, an Bord von SY „Śmiały“, als Koch verbracht, da ich mir nur auf diese Weise einen Platz in der Expedition sichern konnte. Diese ungewöhnliche Stelle des Smuts (und zugleich eines qualifizierten Kapitäns) erlaubte es mir, viele interessante Beobachtungen zu machen, die ich später in dem Buch „Kapitän Smut“ („Kapitan kuk“) zusammengefasst habe.

Während der 15-monatigen Reise habe ich viele wertvolle, aber auch schmerzhafte Erfahrungen gesammelt. Wozu braucht denn eine derart große und eingespielte Mannschaft, die sich unter verschiedensten Bedingungen zu helfen weiß, einen Kapitän? Inwieweit kann man die Crew verkleinern, damit menschliche Konflikte, Reibungen und Feindseligkeiten weitestgehend vermieden werden können? Diese Fragen bildeten die Grundlage für die nächste große Reise – diesmal als Allein-Segler!

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